Kant: AA XV, Reflexionen zur Anthropologie. , Seite 100

   
         
 

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    264.   κ? (ι?)   M 188'.   E I 77. 86.
 
   
  02 Das Gefühl ist entweder das äußerlich empfindende oder das innerlich    
  03 empfindende Gefühl; das erstere bezieht sich auf die Wirkung ein berührend    
  04 obiect, das zweyte auf gar kein obiect.    
         
  05 Beym Gesicht stellen wir das (g die Verheltnisse im ) obiect, beym    
  06 Gehör nicht das obiect, sondern das Verheltnis der accidentien, beym Gefühl    
  07 die substantz zusamt ihren accidentien vor.    
         
   

 

265.   κ.   M 188'.   E I 87. 93. 79.
 
   
  09 Durch Gesicht der Raum (man kan beym sehen von allen Farben    
  10 abstrahiren); durch das Gehör die Zeit (man zählt in Gedanken, wenn    
  11 man successionen schätzen will); durch Gefühl die substantz. Weil aber    
  12 substantz nicht ohne accidentia ist, diese aber modificationes des Raumes    
  13 und der Zeit seyn, so enthält das Gefühl alles; aber die formen werden    
  14 durch Gesicht und Gehör besser unterschieden.    
         
  15 Die blos subiective Sinne sind Geruch und Geschmak, ausser daß    
  16 jener noch ein Verhaltnis des obiects auf den Raum enthält aber durch    
  17 verglichene Empfindungen bey verschiedenen Entfernungen.    
         
  18 Unmittelbare Empfindungen der Gegenstaende durch Berührung gehören    
  19 zum Fühlen.    
         
   

 

266.   κ1.   M 188'.   E I 88. 82. 92.
 
   
  21 Wie sich verhält das Gesicht zum Raume, so das Gehör zur Zeit.    
  22 Beyde geben Begriffe, jenes von sachen, dieses vom Spiel; beyde nur von    
  23 der Form. Das Gefühl von der Materie und Substantzen. iene von den    
  24 Bestimmungen derselben.    
         
  25 (s Geschmak der Nase. Schnupftobak. Man sagt nicht, er habe    
  26 einen guten Geruch, und wenn er auch keinen hat. )    
         
     

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