Kant: AA XIX, Erläuterungen zu G. Achenwalls Iuris ... , Seite 516

     
           
 

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  01 Tadel, er ist heilig und irreprehensibel. Wenn er aber seine Hand an die      
  02 Rechte einzelner legt, so hat er ein ius controversum nicht sanctum.      
           
  03 Alles Richten muß öffentlich seyn. Die Glieder des Gerichts müssen      
  04 von den magistratus, die das publicum vorstellen, ernannt werden.      
           
   

 

7782.   ρ? ο??   J 98.   Zu § 113.
 
     
  06 Er muß nicht die magistratus übernehmen oder gouvernement. Er      
  07 regirt bricht ab.      
           
   

 

7783.   ρ? ο??   J 98.
 
     
  09 Der souverain, der administrirt oder richtet, ist despot oder ein erblicher      
  10 dictator, denn die dictatur kann in Nothfällen wohl statt finden.      
           
   

 

7784.   ρ? ο??   J 99.
 
     
  12 Zwey Mächte im Staat. Bürger und Kriegsleute. Im Frieden sind      
  13 die letztern auch Bürger, also die Gerichtsbarkeit ist hierin eben dieselbe.      
           
   

 

7785.   ρ? ο??   J 99.
 
     
  15 Bey den Gründen der Rechtsklugheit in der Gesetzgebung ist nöthig      
  16 zu fragen, ob, wenn ich von dem strengen Rechte abgehe, noch eine Regel      
  17 statt finde denn die.      
           
   

 

7786.   ρ? ο? κ??   J 105.
 
     
  19 Der Satz: Mundus regitur opinionibus ist nicht ein Sprichwort des      
  20 Spottes über die Thorheit der Menschen sondern eine gute Maxime der      
  21 Klugheit vor Regenten. Die opinion der Freyheit und einer gewissen      
  22 Wichtigkeit, die man zu haben glaubt, macht, daß die Menschen den Zwang      
  23 in Ansehung anderer Stüke nicht fühlen. Es ist auch möglich, daß, indem      
  24 man sie in der Abhängigkeit in Ansehung der Sachen erhält, sie doch      
  25 glauben, eine Völlige Freiheit in Ansehung ihrer Persohn zu genießen,      
  26 e. g. keine bestimte Aushebung der Recruten sondern allgemeine Ausschreibung.      
  27 Gesetze, die jeden Vornehmen abhalten, ein anderes Ansehen      
  28 dem Untergebenen empfinden zu lassen als das der Gesetze und des Oberherren;      
  29 daher in ansehung persöhnlicher Beleidigung der größeste Beystand      
  30 und nicht zuzugeben, daß jedermann sich einen Persöhnlichen sondern nur      
     

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